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Profi Tipp # 58 – Aprikosen-Marmelade selber machen

Aprikosen-Marmelade

 

Selbst gemachte Aprikosen-Marmelade schmeckt immer noch am besten: ab auf’s Frühstücksbrot oder zum Backen – einfach lecker!

 

Zutaten:

500 g Aprikosen
250 g Zucker
Saft von 1/2 Zitronen
20 g Pektin

Zubereitung:

Zuerst  die Aprikosen waschen und entsteinen. Danach die Aprikosen gut durch pürieren. Dann das Pektin zum Zucker geben und gut durchmischen. Anschliessend die Zucker-Pektin-Mischung zu den pürierten Aprikosen geben. Dann das  Ganze gut durchmischen und unter ständigem Rühren 2-3 Minuten aufkochen. Wenn die Marmelade beginnt zu kochen, den Zitronensaft dazugeben.

Anschliessend die Marmelade in heissem Zustand direkt in die Gläser abfüllen. Dann die Gläser gut verschliessen und ca. 15 Min. kopfüber stehen lassen.

Gut zu wissen:

Pektin ist ein natürliches Gelier- und Verdickungsmittel. Es bindet nur mit Säure zusammen, deshalb ist die Zugabe von Zitronensaft sehr wichtig.

Unterschied Konfitüre <> Marmelade <> Gelee

Für die Schweiz
(gem. Bäckerei-Konditorei Fachschule Richemont, Luzern)

  • Konfitüre: aus ganzen oder gestückelten Früchten
  • Marmelade: aus pürierte Früchten
  • Gelee: aus Fruchtsaft

Für Deutschland und Oesterreich (EU): 

  • Konfitüre: aus ganzen Früchten, Fruchtpulpen oder Fruchtmark
  • Marmelade: dürfen nur noch Konfitüren heissen, die aus Zitrusfrüchten hergestellt sind
  • Gelee: aus Fruchtsaft

In Deutschland werden viele Arten des süssen Brotaufstrichs als Marmelade bezeichnet. Was sich landläufig durchgesetzt hat, ist eigentlich nicht korrekt: Seit der Umsetzung der EU-Richtlinie 2001/113/EG in deutsches Recht nimmt die 2003 in Kraft getretene Konfitürenverordnung (KonfV)  eine strenge Unterscheidung der einzelnen Formen vor. Entscheidendes Kriterium ist dabei die Zusammensetzung des jeweiligen Produkts. (Quelle: http://www.memarmelade.de/wissensbereich/die-konfituerenverordnung)

 

Weitere hilfreiche Rezepte & Videos:

– Was ist Piping Gel: hier zum Video

– Weitere Profi Tipps aus meiner Konditorei findest Du hier

 

Bezugsquellen:

– Pektin: https://bit.ly/2OW341I

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Click Here to Leave a Comment Below 2 comments
Erika Pintér - 25. Oktober 2018

Grüezi Herr Paa,

Betreff:
IHR VIDEO APRIKOSENKONFITÜRE UND EINZELNE ANDERE BEMERKUNGEN

1. Ich selbst bin weder Köchin, noch Konditorin, noch Bäckerin.

2. Ich finde Ihre Videos absolute Spitzenklasse und für mich als Laiin sehr hilfreich. Danke.

3. Jetzt zur Konfitüre (da habe ich ausnahmsweise etwas Erfahrung):

a) Ich mache sie sogar 1:3 . Ich püriere die Früchte auch. Den Zitronensaft gebe ich allerdings schon vor dem Aufkochen bei.
Meine Familie und ich mögen bei der Konfitüre viel Frucht und wenig Zucker. Diese Konfi wird dann schon mal ziemlich dick aufs Brot aufgetragen.
Pro Jahr mache ich 10 Sorten à 2 kg. Ich nehme immer kleine Gläser von max. 200 ml. Ein Deckel wird nur einmal verwendet.
Am Anfang (vor Jahren) hatte ich Angst, dass die Konfi (1:3) nicht lange hält.
Durch „Langzeitexperimente“ bin ich aber zum Schluss gekommen, dass der Erfolg im „pingellig-sauberen„ arbeiten liegt und die Gläser zudem steril sein müssen und die Deckel abgekocht. Das heisst: keine Keime, bzw. so wenige wie nur möglich einschleppen. Dadurch ist ein nachträgliches pasteurisieren unnötig. Lanzeiterfahrung: sie hält, so wie ich sie zubereite und verarbeite auch weit über ein Jahr hinaus.

b) Da Zitronen unterschiedlich gross sein können, nehme ich genau 50 ml Zitronensaft pro Kilo Frucht und nicht halbe oder ganze Zitronen.

Nochmals vielen Dank für Ihre tollen und hilfreichen Videos und Informationen.

Freundliche Grüsse
Erika Pintér

Reply
    Marcel Paa - 29. Oktober 2018

    super herzlichen Dank für den Tipp

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